France2005
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Samstag, 19.03.2005
Der letzte Tag unserer Reise...
Schon früh gingen wir los, unser Auto am Bahnhof abholen. Diesmal nahmen wir die Métro, denn die Anstrengungen der letzten Tage waren doch zu spüren.
Das Auto war zum Glück im gleichen Zustand, wie wir es zurückgelassen hatten. Es roch von innen nur etwas seltsam; die Mischung aus den verschiedenen Mitbringseln und den zurückgelassenen Lebensmitteln war nicht sehr angenehm.
Wir fuhren noch einmal am Hotel vorbei, um unsere Koffer einzuladen und verliessen dann Paris.
Lange Zeit war es sehr nebelig, trotzdem kamen wir gut vorran. In Luxemburg füllten wir noch einmal günstig den Tank und verprassten unser letztes Geld für Kaffee. Von dort aus war es dann nicht mehr weit bis Deutschland und Neuwied.
Die letzte Anstrengung dieser Reise bestand darin, die Koffer (und was wir sonst so alles dabei hatten) in den 2. Stock zu tragen. {Emotic()}
Ein sehr schöner Urlaub war zu Ende.
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Freitag, 18.03.2005
Der Tag begann etwas neblig. Wir nutzten unser Métro-Ticket und fuhren direkt bis Montmartre und stiegen auf den Berg bis zur Basilika Sacré-Cœur, die im byzantinischen Stil erbaute, ganz Paris ueberragenden Kirche. Da in ihr grade eine Messe abgehalten wurde, konnten wir sie natuerlich nicht eingehender besichtigen, sahen allerdings das riesige Herz-Jesu-Mosaik in der Kuppel.
Von Sacré-Cœur aus war es nicht weit bis zu dem beruehmten Platz der Maler in Monmartre, wo wir lange drueber schlenderten und die vielen Kunstwerke so wie die Kuenstler beim portraetieren von Touristen bewunderten.
Mit der Métro fuhren wir weiter nach La Défense, der in den 60er Jahren erbauten, futuristischen Buerostadt im Westen von Paris, wo wir Le Grand Arche, den ueber 100 m hohen "Bogen der Menschenrechte" bestaunten, ein ganz in Carara-Marmor verkleidetes Gebaeude, bestehend aus zwei Buerotuermen und einer darauf liegend Platte mit Aussichtsterasse. Auch wenn wir auf unserer Reise schon viele grosse und beeindruckende Gebauede gesehen hatte, in dieser gigantischen Welt kam man sich dann doch sehr verloren vor.
Jetzt stand noch Shopping auf unserem Programm, die Dame musste einfach die grossen Kaufhaueser von Paris sehen: Les Galeries Lafayette, ein riesiger Konsumtempel mit Galerien und einer Kuppel, und Printemps. Wir staunten ueber die unglaubliche Auswahl.
Abends fuhren wir noch einmal nach Montmartre und schlenderten durch das Rotlichtviertel mit der Moulin Rouge, ehe es wieder zurueck ins Hotel ging zu unserer letzten Nacht in Frankreich.
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Donnerstag, 17.03.2005
Heute stand dann der zweite Teil des Programms an.
An der Bastille mit seiner modernen Opéra de la Bastille ging es los Richtung Hôtel de Ville, welches ganz im Zeichen der Pariser Bewerbung um die Olympischen Spiele 2012 stand, zum Centre Pompidou. Bei Les Halles erlebten wir eine franzoesische Version von "Versteckte Kamera" mit, wirklich komisch war es ja eigentlich nicht...
Wir liefen weiter zum Palais Royal, dann zum Louvre, den wir natuerlich bei unserer knapp bemessen Zeit nicht besuchten. Ein unglaublich grosser Palast. Durch die Tuilerien ging es zum Place de la Concorde mit dem Obelisk, dann zum Grand und Petit Palais, vorbei an der Pont Alexandre III, welche wie der Tour Eiffel zur Weltauststellung 1889 erbaut worden war, bis zur Avenue des Champs-Elysées. Dort genossen wir das Treiben auf der Strasse von der Terasse eines Cafés aus und schrieben die letzten Ansichtskarten. Jetzt war es nicht mehr weit bis zum Arc de Triomphe mit dem Grab des Unbekannten Soldaten.
Mit der Métro fuhren wir zur Madeleine und zur Oper.
Nach einer kurzen Erholungspause fuhren wir mit der Métro quer durch Paris, um eine Bootsfahrt ueber die Seine zu machen. Die Métrofahrt dauerte etwas laenger als wir gedacht hatten, so dass wir einen tollen Sprint bis zum Bootsanleger hinlegen mussten, um das Schiff noch rechtzeitig zu erreichen. Wir haben es geschafft. Die Anstrengung hat sich aber gelohnt, Paris bei Nacht ist von der Seine aus sehr romantisch.
Das Abendessen war wieder interessant, uns stand der Sinn nach Asiatischem. Der Kellner war sehr nett und zeigte uns nachdruecklich, wie man die vietnamesischen Fruehlingsrollen richtig zu essen hat, was mit der Serviette zu machen ist und wie die Glaeser auf dem Tisch zu stehen haben. Anschliessend empfahl er uns noch, wie schon viele vorher, auf unsere Portmonaies aufzupassen.
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Mittwoch, 16.03.2005
Wie immer schoenes Wetter. Sandra hatte eine Tour ausgearbeitet, womit man in zwei Tagen die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten besichtigen kann.
Wir kauften uns ein Drei-Tages-Ticket fuer die Metro (SEHR zu empfehlen) und zogen los.
An der Kathedrale von Notre Dame begann unsere Tour, hier war es sehr voll mit Touristen, so dass an eine gruendliche Besichtigung nicht zu denken war. Weiter gingen wir am Justizpalast vorbei (viele Gruesse von Kommissar Maigret), der Sorbonne mit ihren die verschieden Wissenschqften symbolisierenden Statuen, dem Pantheon, dem Jardin du Luxembourg und Palais, dem Sitz des franzoesischen Senats bis zum Invalidendom mit der vergoldeten Kuppel und dem Hôtel des Invalides. Im Dom sahen wir das Grab des Kaisers Napoelon, ein sehr beeindruckendes Erlebnis!
Von dort ging es weiter an der UNESCO und der Ecole Militaire (auf welcher auch Napoleon Bonaparte ausgebildet worden war) vorbei zum Parc du Champ de Mars, der grossen Parkanlage vor dem Tour Eiffel und dann zum Turm. Da MUSSTE ich hinauf! Von der obersten Etage, in 300 m Hoehe hatten wir einen tollen Ausblick auf Paris!
Nach diesen Anstrengungen fuhren wir mit der Métro nach Montmartre, wo wir bei einem dubiosen Chinesen und einem Ex-Knacki italienisch assen.
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Dienstag, 15.03.2005
Paris wartete auf uns! Moeglichst frueh machten wir uns auf die Reise, heute ausschliesslich ueber die Autobahn (von Bordeaux bis Paris eigentlich nur eine, die A10).
Auf unserem Weg sah ich noch einmal die Loire, die Erinnerungen an meine grosse Radtour weckte...
Die Autobahngebuehren kannten wir ja schon, auf so einer langen Strecke machen sie sich dann aber doch schmerzhaft bemerkbar — mal eben 30 € an so einer Mautstation bezahlen...
Kurz vor Paris wurde die Fahrerin dann doch etwas nervoes, waehrend der Navigator noch starke Sprueche von sich gab. Eigentlich war es auch erst einmal nicht soo schwierig; auf den Peripherie-Ring (wo es allerdings doch schon etwas voll war), die richtige Ausfahrt nehmen und das Hotel sollte dann nicht mehr weit sein. Soweit klappte auch alles, das Hotel wurde schnell gefunden, doch wo parken? :hä: Der Portier sagte, am Place de la Nation sollten einige Parkplaetze sein, wir muessten mal sehen. Da angekommen ("Ist das hier voll!") stellten wir aber fest, dass es nur Parkplaetze auf der Strasse waren. Vor unseren geistigen Augen sahen wir unser Auto schon aufgebrochen, voellig verbeult und auch sonst in einem traurigen Zustand. Wir wollten ein Parkhaus! Die Polizei konnte uns auch nicht weiterhelfen ("So viele Parkplaetze gibt es hier auch nicht..."), also suchten wir auf eigene Faust weiter. An der Bastille wurden wir dann doch etwas nervoes angesichts des Verkehrs, und Parkhaeuser waren nirgends in Sicht. Da kam der rettende Gedanke: an Bahnhoefen gibt es doch bestimmt was. Und so war es auch, am Gare d'Austerlitz fanden wir dann eins. Das Auto war uns die Gebuehren fuer eine Woche Stellplatz dann doch Wert.
Der Weg zum Hotel zurueck zu Fuss stimmte uns dann schon einmal auf die naechsten Tage ein. So weit sah es auf der Karte eigentlich gar nicht aus. Zwischendurch kamen wir noch in die groesste Polizeiansammlung, die wir je gesehen hatten, die gesamte Pariser Polizei schien anwesend zu sein, mit Schlagstoecken, Schienbeinschonern, Schilden und Gasmasken ausgeruestet. Wofuer fanden wir nicht heraus, die zwanzig Demonstranten, die wir ausmachten, waren ja wohl kaum die Ursache, oder?
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