France2005
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Montag, 14.03.2005

Grauer Himmel! Regen! Wo kann man sich hier beschweren? :hä: Niemand war zustaendig! Naja, wir wollten sowieso ein Weingut besichtigen. Nein, nicht irgendeins. Es musste schon Mouton-Rothschild sein. Nachdem wir es gefunden hatten (die Hinweisschilder waren sehr vornehm dezent) fragten wir nach der Moeglichkeit einer Besichtigung. Eigentlich sei das ja nicht einfach so moeglich, aber wir haetten Glueck, gleich waere eine. Nach fuenf Minuten begann sie dann auch — mit uns als einzigen Teilnehmern. Wollte der freundliche Herr im Anzug einfach nur mal wieder seine Muttersprache Deutsch gebrauchen, oder lag es wieder an der weiblichen Teilnehmerin? Es bleibt wohl sein Geheimnis. Aber anscheinend vermutete er jedenfalls, wir seien gute Weinkenner und wuessten sehr viel ueber die Herstellung, wir taten einfach mal so... Die Besichtigung war jedenfalls sehr interessant und beeindruckend. Hier entsteht also der beste Wein der Welt. Leider konnten wir uns davon keinen leisten, bei Preisen ab 150 € aufwaerst, natuerlich pro Flasche. Aber es wird da auch etwas einfacherer Wein produziert, davon nahmen wir dann welchen mit.

Anschliessen genossen wir noch einmal den Strand und den Atlantik, jeder auf seine Weise: Muscheln suchend oder die Brandung bestaunend.
14.3.05 23:55


Sonntag, 13.03.2005

Heute wollten wir ans Meer! Richtung Westen fuhren wir durch Kiefernwaelder zur Dune du Pyla, der groessten Duene Europas. 110 m ging es hinauf auf den 2,5 km langen Sandberg, dann konnten wir eine einmalige Aussicht auf das Meer, die Kueste und das Hinterland geniessen; das alles wie immer bei strahlend blauem Himmel.

Anschliessend suchten wir Muscheln am Strand, legten uns dort in die Sonne und genossen den Urlaub.

Danach fuhren wir wieder nach Bordeaux und sahen uns die Innenstadt an. Am Flussufer war ein grosser Jahrmarkt, wo wir mit dem Riesenrad fuhren und den Ausblick auf Bordeaux bestaunten und fotografierten.

Die Suche nach einem Restaurant war muehsam und erfolglos, ausser einer Beule in der Kofferraumklappe erreichten wir nichts. Muede, hungrig und frustriert schliefen wir ein. {Emotic()}
13.3.05 23:55


Samstag, 12.03.2005

Ueber die Autobahn fuhren wir Richtung Bordeaux.

Beim ersten Unfall hielten wir an, mehrere Fahrzeuge beteiligt, eins lag auf der Seite, am Strassenrand lag ein Verletzter — da konnten wir ja schlecht vorbei fahren. Leider hatten wir nur einen normalen Verbandskasten dabei, denn die beiden Aerzte, welche auch vor Ort waren, hatten zwar jede Menge Pillen dabei, aber sonst nur einen Beatmungsbeutel und etwas Sauerstoff. Hausaerzte. Unsere Rettungsdecke bezahlt uns auch niemand. Warnwesten sind toll! Als die Sapeur Pompiers und die Gendarmerie eintrafen fuhren wir weiter.

Beim zweiten Unfall wurde der Verletzte schon aus dem Auto geschnitten, da konnten wir beruhigt vorbei fahren, verliessen dann aber doch lieber die Autobahn.

Ueber die Landstrasse, vorbei an langen Pflaumenplantagen erreichten wir Agen. Leider hatten Mittags die meisten Geschaefte geschlossen, so dass wir keine Pflaumen kaufen konnten. Nach einem kurzen Imbiss ging es weiter nach Bordeaux. Dort kauften wir erst einmal in einem Hypermarché ein, die Einkaeufe verspiesen wir wie immer illegal auf dem Zimmer.
12.3.05 23:55


Freitag, 11.03.2005

Wir verliessen Carcassonne in der Fruehe, denn wir mussten ja bis 09:00 Uhr ausserhalb der Stadt sein.

Am Canal du Midi entlang fuhren wir Richtung Toulouse. Auf dem Weg in die Stadt kamen wir am Airbuswerk vorbei, dem wir spontan einen Besuch abstatten wollten. Wir folgten den Schildern und erreichten einen grossen Parkplatz vor dem bewachten Firmengelaende. Weiter kamen wir dann erst einmal nicht mehr. Allerdings war ja zum Glueck eine Frau unter uns, so dass der freundliche Wachmann sich die Arbeit machte und uns den Weg um das Gelaende herum beschrieb, wo es eine Besichtigungsmoeglichkeit geben sollte. Nur grade einmal um das Werksgelaende herum (also nur ein paar Kilometer Autobahn) waren wir am Haupteingang. Dort war aber auch kein Eintritt moeglich (ausser wir haetten jemanden gekannt, der dort arbeitet...); aber man sagte uns, dass eine Firma namens Taxiway Besichtigungen organisiere. Dort angekommen erfuhren wir leider, dass die naechste Fuehrung erst Morgen um 15:00 Uhr moeglich gewesen waere. ooh: Um die Zeit wollten wir aber schon in Bordeaux sein.

Also fuhren wir in die Stadt zu unserem Hotel und machten anschliessend einen Stadtbummel. Unterwegs begegneten wir ein paar verkleidetetn Schuelern; in Frankreich ist erst spaeter Karneval. McDonalds hat immer an den besten Adressen seine Restaurants, die Aussicht auf den grossen Platz am Capitolum war einfach toll. Nach dem Besuch mehrerer Geschaefte fanden wir Dank Touristeninfo ein nettes vegetarisches Restaurant, lecker.
11.3.05 23:55


Donnerstag, 10.03.2005

Heute verliessen wir Avignon, eine Stadt, die uns sehr gefallen hat.

Der Weg ins Languedoc fuehrte uns noch einmal am Mittelmeer entlang, welches wir auf dieser Reise nicht mehr sehen werden.

Als wir nun Richtung Westen fuhren, erreichten wir die Corbières, das Land der Katharer mit seinen zahlreichen Burgruinen, eine Landschaft mit sanfteren Huegeln als in der Provence.

Mittags erreichten wir unser Tagesziel, Carcassonne, wo wir direkt in die mittelalterliche Festungsstadt "La Cité" fuhren. Mit dem Auto darf man sie nur zwischen 18:00 Uhr und 9:00 Uhr mit einer Genehmigung befahren. Wir hatten eine.
Dieses Dorf wurde im 13. Jahrhundert zur fast uneinnehmbaren Festung ausgebaut, im 19. Jahrhundert restaurierte man sie etwas romantisierend. Walt Disney hat sich hier Anregungen fuer seine Filme geholt und Kevin Costner drehte hier "Robin Hood".
Wir uebernachteten in diesen alten Mauern in einer Jugendherberge; an dem Zustand dieser Herberge gab es diesmal nichts auszusetzen.
10.3.05 23:55


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